Mit keinem Tier ist die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika so eng verknüpft wie mit dem Pferd. Auf den Rücken der wendigen kleinen Wildpferde jagten die Indianer durch die Prärie. Dann eroberten die mutigen Pioniere den amerikanischen Kontinent auf dem Rücken von zähen, ausdauernden Maultieren und Pferden. Und irgendwann kamen die Cowboys mit ihren Westernponys, die im Alltagsleben in den USA bis heute präsent sind. Großer Beliebtheit erfreuen sich außerdem seit den 1920er Jahren bis heute Vollblüterrennen. Diese sind, wie auch im heimischen Europa, ein gesellschaftliches Event, das mehr bietet als die beliebten Pferdewetten.
Die Beziehung des Amerikaners zum Pferd ist also ganz besonderer Art. Ohne die ausdauernden Huftiere wäre Amerika wohl nicht zu dem geworden, was es heute ist. Wohl jeder kennt die alten Schwarzweißfotografien aus dem 19. Jahrhundert, auf denen sich kilometerlange Trecks durch die endlosen Weiten des Wilden Westens ziehen. Maultiere, Maulesel und Pferde zogen der Menschen Hab und Gut dorthin, wo diese sich ein besseres Leben erhofften.
Pioniere und Cowboys
Hatte man sein von der US-Regierung zugeteiltes Stück Land schließlich erreicht, dann breitete sich ein wenig Erleichterung aus. Doch die Grasteppe musste erst urbar gemacht werden. Somit stand dem fleißigen Gaul, anders als seinen vollblütigen Artgenossen bei “Pferdewetten digibet” kein schneller Sprint, sondern mühevolle Feldarbeit bevor. Also wurden die geduldigen Reit- und Zugtiere vor die Pflüge gespannt und kratzten in langen, kraftraubenden Stunden Furche um Furche in den amerikanischen Boden.
Der legendäre Pony-Express
Nicht weniger anstrengend war das Leben der Pferde, auf denen die Cowboys täglich ihre Arbeit verrichteten. Tage-, ja oft wochenlang trieben sie riesige Viehherden von Weidegrund zu Weidegrund und kamen dabei über Stunden nicht aus dem Sattel. Eine weitere amerikanische Legende, die ohne das Pferd nicht möglich gewesen wäre, hat ihren Ursprung im Wilden Westen: Da es damals weder Telegrafenmasten noch motorisierte Fahrzeuge gab, musste die Post auf den Rücken der Pferde Tausende Kilometer weit über den nordamerikanischen Kontinent transportiert werden. Und so entstand der legendäre Pony-Express, mit dem eilige Post auf starken kleinen Ponys im Galopp innerhalb von 10 Tagen zugestellt wurde.
Rodeos, Pferderennen und Pferdewetten
Den Ausgleich zu diesem harten Alltag boten die Spielbanken und Saloons, Rodeos und später auch Pferderennen. Hier fanden sich alle Menschen zusammen und erholten sich von der Unbill des Wilden Westens. Bis heute sind sich die Amerikaner ihrer Geschichte bewusst und strömen an den Wochenenden in großer Zahl zu Rodeos und Pferderennen. Bis zu 250.000 Dollar können die besten Rodeoreiter gewinnen. Noch mehr ist bei Pferdewetten zu holen, wo die begeisterten Zuschauer zum Beispiel bei den sogenannten “PICK-n”-Wetten bis zu einer Million US-Dollar auf einen Schlag gewinnen können.


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